Urlaub im Gesäuse

Der Sommer im Gesäuse

Symphonie aus Fels und Wasser

In der obersten Steiermark, angrenzend an Oberösterreich im Norden und Niederösterreich im Nordosten liegt das Gesäuse, eingebettet in einer Alpenlandschaft, die in ihrer Einmaligkeit auch als "Symphonie aus Fels & Wasser" beschrieben wird. Fernab vom Massentourismus bietet das Gesäuse ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld für naturverbundene Sportler.

Bergpanorama mit der Haindlmauer im Nationalpark Gesäuse im Sommer
© TVB Gesäuse / Hollinger

Berge mit über 2.000 m Höhe wechseln sich mit weiten Tälern und sonnigen Hochebenen ab. Geprägt wird das Gesäuse von den Flüssen Enns und Salza, zahlreichen Wasserfällen und steilen Felswänden.12 Gemeinden liegen im Gesäuse mit so weltbekannten Namen wie:

  • Admont: weltgrößte Stiftsbibliothek der Benediktiner,
  • Johnsbach: dessen Bergsteigerfriedhof weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist,
  • Palfau: dem Wildwasserzentrum der Salza,
  • weiteres gehören die Orte Ardning, Hall, Weng im Gesäuse, Hieflau, Landl, Gams bei Hieflau, Weißenbach an der Enns, St. Gallen - Festival St. Gallen und Altenmarkt bei St. Gallen zu dieser herrlichen Outdoor-Destination.

Bewegen in Natur und Kultur

Kind vor dem Gesäuseeingang im Sommer
© TVB Gesäuse / Andreas Hollinger

Im Gesäuse erwartet Wanderer der betörende Duft der Bergnarzissenwiesen, das Alpenglühen der Hochtorwände und das tosende Rauschen der wilden Enns. Die Berge der Region laden zu ausgedehnten Wanderungen ein und bieten Klettertouren aller Schwierigkeitsgrade an.

Von gemütlichen Almwanderungen bis zu anspruchsvollen Klettertouren, das alles und noch viel mehr bietet das alpine Idylle rund um die Ennstaler Alpen. Kajak, Raftingtouren und Hochseilgärten im Rahmen eines Outdoor-Camps auf der Enns sind bei Besuchern ebenso beliebt, wie das wahre Natur-Museum, der neu angelegte Themenrundweg (Rollstuhl geeignete) auf der Kaiserau.

Wer vom Gesäuse spricht, sollte auch an die einzigartige Aulandschaft der Region, das Admonter Tal mit seinem Hochmoor, den Zwergbirkenkolonien, dem "Tor zum Gesäuse" oder das Benediktinerstift Admont mit der weltgrößten Klosterbibliothek und der Wallfahrtskirche Frauenberg denken. Oder an das Bergsteiger- und Wanderdorf Johnsbach, mit seinen sanften aber auch hochalpinen Übergängen in die Eisenerzer Gebirgszüge.

Dem im Gesäuse liegenden Nationalpark, dem jüngsten und drittgrößten Österreichs, ist der Schutz der Fauna und Flora erklärtes Ziel. Und Wissensvermittlung durch gezielte Besucherströme am Beispiel des Weidendoms, der Lettmair Au oder am "ökologischen Fußabdruck".

Wer Spaß an und mit der Natur sucht, dem bieten die Flüsse Enns und Salza genügend Betätigungsfeld für Wildwassersport - erstmalig in Österreichs alpinen Flüssen gibt es hier auch SUP = stand up paddling, auch Nordic walking auf dem Fluss genannt. Wem dies noch nicht genug ist, dem seien Canyoning, Flying fox oder einer der zahlreichen Hochseilgärten empfohlen. Dies alles im Einklang mit der Natur und insbesondere der vorhandenen Ressourcen innerhalb des Naturraums Gesäuse.

Neben den Aktivitäten der weit über die Regionsgrenzen hinaus bekannten Angebotsträger bietet das Gesäuse noch zahlreiche weitere Angebote unter dem Motto "Bewegen in Natur und Kultur": Einen Wasserspielpark für die ganze Familie, der die Naturkraft Wasser vermittelt, ein abgerundetes Rad- und MTB-Wegenetz sowie ein regionsweiter One-way-Radverleih bis hin zum Elektrorad verwöhnt auch den nicht geübten und bergerprobten Radfahrer auf so bekannten Routen wie Alpentour-Buchsteinrunde oder entlang des längsten Binnenflusses Österreich: dem Ennstal-Radwanderweg R7, der mitten durch den wildesten Teil des Gesäuses führt.

Von den Holzknechten zum Rafting...

Landschaft mit dem Brunnsee im Sommer
© TVB-Alpenregion Nationalpark Gesäuse/Hollinger

Josef Hasitschka: "Vom Fußpfad, der sich bis vor zwei Jahrhunderten durch das Gesäuse Tor über diese Felspassage schwindelte, zum Teil mit klobigen Eisenstangen gesichert, wie sie im Gesäuse-Eingang am "Hohen Steig" noch zu entdecken sind, schritten die Holzknechte aus Eisenerz sicher über die Engstelle hinweg.
Sie waren es gewohnt, in den steilen Wäldern des Gesäuses das "Kohlholz" zu hacken und den Wellen der Enns anzuvertrauen. Der wilde Ritt der Hölzer endete in Hieflau beim großen Holzrechen, dort wurden sie zu Holzkohle verarbeitet."

Wo dereinst die Holzfäller ihre Wege einschlugen, findet heute der Wanderer und Mountainbiker gesicherte Wege. Dies insbesondere, befindet er sich doch im Nationalpark Gesäuse, wo die Natur sich selbst überlassen wird. Und der "wilde Ritt" findet heutzutage mit Raftingbooten oder Kanus der Outdoor-Anbieter statt...

"Das Tosen des Wasserfalls im Ohr, den Duft des Waldes in der Nase, den Ausblick auf die spektakuläre Landschaft im Auge, eine Brise kühler Bergluft auf der Haut und den Geschmack von frischen Heidelbeeren auf der Zunge, erobert das "Gesäuse" jedes Urlauber Herz im Sturm! In beiden haben Natur, Kultur, Besichtigung und Bewegung gleichermaßen ihren Einklang.

Naturentdeckungsreise im Gesäuse

Steinadler im Nationalpark Gesäuse
© TVB Gesäuse / Herfried Marek
Alpensalamander im Nationalpark Gesäuse
© TVB Gesäuse / Andreas Hollinger

Im Gesäuse liegt der jüngste Nationalpark Österreichs auf ca. 11.000 ha zwischen Admont und Hieflau, dem Buchsteinmassiv und der Hochtorgruppe.

Hier leben Murmeltiere, Adler, Gämsen, Rehe, 90 Brutvogelarten und sogar die seltenen Alpensalamander: ein wahres Naturschauspiel besonderer Art vermittelt den Touristen eine Entdeckungsreise zur einmaligen Fauna und Flora der Ostalpen.

Weiters können Sie im Nationalpark Gesäuse, den größten GeoPark Österreichs erkunden. Wissbegierige können die Geologieausstellung Gstatterboden, die Forschungswerkstätte Weidendorn erkunden oder das eiszeitliche Pürgschachen Moor bei Ardning, eines der GeoLine Ausflugsziele, bewundern. Ein sehr interessantes Besucherziel ist auch der Wasserspielplatz im Naturpark Eisenwurzen.

Ausgebildete Nationalparkführer bieten die Möglichkeit die einzigartige Naturlandschaft des Gesäuses zu erleben und geben gerne alles Wissenswerte weiter. Und es gibt die Gelegenheit aktiven Forschens in der atemberaubenden Flusslandschaft im Zusammenhang mit einer Naturerlebnisfahrt auf der Enns. Bäche stauen, Floße bauen, Waldgeister und Feen aufspüren, die Möglichkeit des Erlebens einer Nachtwanderung durch die dichten Wälder, wo Sie die Spuren der Wildtiere entdecken können. Wer auf leisen Sohlen unterwegs ist, bekommt oft auch sehr scheue Tiere zu Gesicht.

Erlebnisreicher Sommer im Gesäuse

  • Wandern von sanften Wegen im Tal bis zu ausgedehnten Trekkingrouten mit Schutzhütten-Übernachtung
  • abwechslungsreiche Mountainbikerouten, die "Alpen Tour"
  • Familienradwege, Radverleih
  • Flussradeln: Geheimtipp durch 3 Bundesländer unter dem Motto: "durch die Welt der Berge und des Wassers"
  • Tennis, Schwimmen, Reitangebote, Laufen, Fischen in der Enns
  • Nordic-Walking-Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade
  • Outdoor Sport: Klettern, Paragleiten, Kanufahren, Rafting, Canyoning
  • Sommer-Freibäder mit Minigolfanlage, Hallenbad

Genussregion Gesäuse: Wild und "Xeis-Edelwild"

Die Alpenregion Nationalpark Gesäuse ist als Genussregion vom Bundes-Lebensministerium anerkannt. Zahlreiche Gastbetriebe, Berg- und AV-Hütten sowie Jausenstationen verwöhnen den Gast mit Spezialitäten aus der Genuss-Region Gesäuse Edelwild.

Neben Frischfleisch aus den Wäldern des Gesäuses werden auch veredelte Produkte der Marke "Xeis-Edelwild" aus der Metzgerei Pfeiler in Kirchlandl angeboten. Hirschsalami oder Hubertuskrainer sind nur einige der vorzüglichen Wildprodukte. - Im Gesäuse, im Nordosten der Steiermark, ist jeder Gast aufs Herzlichste zum Genießen willkommen.