Sehenswürdigkeiten in den Wiener Alpen

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte in Gloggnitz in den Wiener Alpen in Niederösterreich

Die Gedenkstätte befindet sich in der ehemaligen Präsidentenvilla, einem 1894 in der Architektur des Späthistorismus im Ortskern von Gloggnitz errichteten Gebäude.

Dr. Karl Renner (1870 - 1950) war Sozialdemokrat, Schriftsteller, Abgeordneter, Genossenschafter, Staatskanzler und Bundespräsident. Das ehemalige Wohnhaus Renners wurde vom damaligen wissenschaflichen Leiter Siegfried Nasko sowie dem Künstler Gotthard Fellerer zum Museum umgestaltet und 1999 kuratierten beide die 2 Dauerausstellungen. Diese wurden von 2017 - 2019 vom aktuellen wissenschaftl. Leiter Michael Rosecker in der Ausstellungstradition des Museums grundlegend überarbeitet.

Das Rennermuseum:

Die heute denkmalgeschützte Villa wurde 1894 in der Alpenstadt Gloggnitz erbaut und war von 1910 bis 1950 im Besitz von Staatsgründer und Bundespräsidenten Dr. Karl Renner, bevor seine Familie das Gebäude verkaufte und 1978/79 im Wohnhaus auf Initiative von Bruno Kreisky der Verein Dr. Karl Renner Gedenkstätte ein Museum zur Zeitgeschichte einrichtete.

Die Ausstellung im Dr. Karl Renner-Museum zeigt nicht nur das Leben von Karl Renner als Staats- und Privatmann, sondern versteht sich auch als offener Ort der Wissensvermittlung und der gesellschaftspolitischen Diskussion. Die über Jahrzehnte vom Verein Dr. Karl Renner-Gedenkstätte zusammengetragenen Originalobjekte, eingerahmt von der Villa mit ihren originalen Zimmern im Parterre, bilden eine Ausstellung, die sich kritisch mit der österreichischen Zeitgeschichte - und stets mit Blick auf aktuelle Themen - auseinandersetzt, um eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen.

NEU: Karl Renners Jungendjahre in Unter-Tannowitz & Nikolsburg:

Hier sehen Sie anhand von vielen alten Fotos und Kopien von Dokumenten Episoden aus Renners Erinnerungen an sein Elternhaus, die Volksschulzeit sowie die, anfangs nicht einfachen, Jahre am Gymnasium.

Karl Renner, vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten:

Diese Dokumentation zeigt die Wohnräume Karl Renners, gibt Auskunft über seinen Werdegang, sein Wirken für die 1. Republik, seine innere Emigration in Gloggnitz und seine staatsmännische Rolle bei der Gründung der 2. Republik. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Übersicht über die politischen Leistungen Renners in der Ersten und Zweiten Republik und seine grundlegenden Gedanken zum Staatsvertrag.

Vom Vielvölkerstaat zur Europäischen Union (EU):

Erleben Sie die Geschichte unseres Staates im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte Österreichs vom Zerfall der Monarchie bis zur Gegenwart. Betrachten Sie Geschichte nicht länger passiv, sondern erleben Sie Historie aktiv in einer virtuellen und animierten Welt!

Renner versus Stalin - Die ersten 20 Tage der 2. Republik:

Renners Ambitionen trafen sich mit Stalins Ansichten. In einer Freiluftinstallation wird der Weg Karl Renners ab dem 03. April 1945 von Gloggnitz über Köttlach, Hochwolkersdorf, zurück nach Gloggnitz, nach Schloss Eichbüchl (wo der erste Entwurf der neuen Verfassung entstand) bis nach Wien, wo er am 20. April eintraf, nachgezeichnet. Diese spannende Zeit wird anhand von Fotocollagen beschrieben, da keine Originalaufnahmen bekannt sind.

100 Jahre Republik - Die Republik Deutsch-Österreich:

In der Kathastrophe des Ersten Weltkrieges ging das Habsburgerreich unter und neue Nationalstaaten sowie rund 20.000 Kilometer neue Staatsgrenze entstanden. Eine der neuen Staaten war die Republik Deutschösterreich - am 12. November 1918 ausgerufen war dies ein Land ohne festgelegte Grenzen, wirtschaftlich am Ende sowie ohne Vorstellung der eigenen Rolle und Position im sich neu formierenden Zentraleuropa. Die Beschreibung der schwierigen Zeit der Republiksgründung zwischen Krieg und Frieden ist der Inhalt dieser spannenden Ausstellung.

Veranstaltungsprogramm im Rennermuseum:

Jedes Jahr bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit an aktuellen Buchpräsentationen in unserem Haus teilzunehmen. Ob nun zu Zeitgeschichte oder Politik, Menschenrechte oder Ethik, als offener Ort der Wissensvermittlung freuen wir uns über Präsentationen und Diskussionen im gemütlichen Rahmen unseres Hauses.

Ein Highlight jedes Jahr sind die sommerlichen Klanggartenkonzerte, zu denen bekannte Musiker aus der Region den Museumsgarten zum Klingen bringen. Unterschiedliche Stilrichtungen bieten viel Abwechslung und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Ambiente des Museumsgartens können die Zuhörer entspannen und sich an einem kleinen selbstgemachten Buffet erfreuen.

Herbstliche Fixpunkte sind der Vernetzung der Kulturlandschaft in der Region gewidmet, so zum Beispiel der Museumsmonat September in der Weltkulturerberegion Semmering/Rax oder der Langen Nacht der Kultur im Schwarzatal, zu welcher die Museen der großen Städte im Bezirk einen Abend lang gemeinsam ihre Türen öffnen.

Öffnungszeiten:

  • 15. Feburar bis 01. Dezember 2019, Freitag von 14.00 - 18.00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr (letzter Einlass um 17.00 Uhr).
  • Jedes Jahr im Juli und August Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr (letzter Einlass um 17.00 Uhr).

Gruppen mit Führungen (ab 8 Personen) nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich! Unsere speziellen Gruppenangebote finden Sie HIER!

Eintrittspreise
Erwachsene€ 13,-
Studenten (19 - 24 Jahre) und Pensionisten ab dem 60. LJ€ 10,-
Kinder (6 - 18 Jahre) in Begleitung€ 5,-
Freier Eintritt mit Ihrer NÖ-Card (einmalig)
Freier Eintritt mit IhrerSteiermark-Card (einmalig)
PVÖ-Card, Aktiv-Plus-Card, T.A.I.-Card, AKNÖ-Card, Naturfreunde-Mitglieder€ 10,-
"Virtuelles Museum" für Behinderte* (einmalig freier Eintritt mit NÖ-Card)€ 7,-
Audio-Guides gratis (nach Verfügbarkeit)

*bitte unbedingt vorher anmelden!

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte | Verein Dr. Karl Renner Gedenkstätte | Rennergasse 2 | A-2640 Gloggnitz | Tel.: +43 (0) 2662 42498 | office@rennermuseum.at | vanessa_staudi@yahoo.de (Museumsbetreuung Mag. Vanessa Staudenhirz) | Jetzt Anfragen | www.rennermuseum.at

  • Dr. Karl Renner Museum in Gloggnitz - Ausflugsziel in den Wiener Alpen in Niederösterreich
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Schaubergwerk Grillenberg

Schaubergwerk Grillenberg in Payerbach - Ausflugsziel in den Wiener Alpen in Niederösterreich

Der ehemalige Eisensteinbergbau auf dem Grillenberg wurde von der Geoschule Payerbach wiedergewältigt (=begehbar gemacht) und ist seit 1992 als Schaubergwerk zu besichtigen.

Der Fund eines Kupferschmelzplatzes zeugt davon, dass bereits in der ausgehenden Bronzezeit (ca. 1000 v.Chr.) am Grillenberg Kupfer abgebaut wurde. Ab dem 10. Jh. erfolgte der Abbau von Spateisenstein. Ausgrabungen von Schmelzöfen im Jahre 1950 erbrachten den erstmaligen Nachweis einer im 12. Jh. betriebenen Eisenschmelze in Niederösterreich.

Der moderne Abbau begann 1791 durch die Innerberger Hauptgewerkschaft (eine Art Montanunion), die im selben Jahr auch den Maria-Schutz-Stollen anschlug. Im 19. Jh. wurden 2 weitere Stollen angelegt und 1888 eine Eisenerzförderungsseilbahn in die Werning gebaut. Der Bergbau am Grillenberg wurde schon 1892 wegen Unrentabilität stillgelegt, aber bis 1945 mehrmals wieder aufgenommen.

Folgen Sie uns ins Schaubergwerk Grillenberg...

Durch den gut bewetterten Erbstollen betreten wir den ehemaligen Eisensteinbergbau. Die ersten 33m, die zur Gänze verbrochen waren, stehen im Vollausbau. Danach folgen 10m in Holzausbau mit verschiedenen Zimmerungsarten und Holzverzug. Ein "Fenster" ermöglicht einen Einblick in eine hohe, weit offene Kluft. Die Strecke ist gut beleuchtet und mit Stahltürstöcken gesichert. Am Füllort, dem zentralen Bereich, der zum Verladung des Erzes in die Grubenhunde diente, treffen wir auf mächtige eisenführende Schichten. Von hier verzweigt sich das Streckennetz. Weiter geht es zu einem abgesoffenenen schrägen Gesenk. Über einen Bremsberg wurde das Erz aus 120m Tiefe gefördert. Bei einer großen versinterten Weitung erreichen wir den höchsten Punkt der Führung. Durch die Wettertür beschließen wir am Füllort den Rundgang und verlassen den Bergbau durch den Erbstollen.

Nicht zuletzt sind die Bergwerksstollen auch ein einzigartiges Ökosystem und Lebensraum verschiedener Tierarten wie einer extrem seltenen Fledermausart, der Hufeisennasen. Besonders für Familien mit Kindern interessant! Tierbilder © Tina Hoffmann.

Das Schaubergwerk ist von Mai bis Oktober geöffnet. Die Geoschule Payerbach bietet Führungen nur gegen Voranmeldung. Eintritt: Erwachsene € 10,- | Kinder bis 15 Jahren € 6,- | Keine Gruppenermäßigungen. Es wird warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen, da die Temperatur im Bergwerk konstante 8° C beträgt. Helme und Notbeleuchtung werden beigestellt.

Der Zugang zum Schaubergwerk Grillenberg erfolgt über den Ortsteil Werning - Gemeinde Payerbach. Entlang des alten Erzweges zum Grillenberg und auf dem Haldenkopf zeigt ein Gesteinslehrpfad typische, österreichische Gesteinsarten. Das 150m über dem Ort gelegene Mundloch erreicht man über diesen geologischen Erlebnisweg oder bequem vom Gasthaus Schweighofer in Grillenberg aus. Vom Vorplatz des Mundloches bietet sich ein prachtvoller Panoramablick zur Rax und ins Schwarzatal!

Schaubergwerk Grillenberg | Werning-Grillenberg | Tourismusbüro Payerbach / Gemeindeamt Payerbach | Ortsplatz 7 | A-2650 Payerbach | Tel.: +43 (0) 2666 52423-12, wochentags | Mobil: +43 (0) 680 1221437, sonn- und feiertags | Fax: +43 (0) 2666 52423-13 | Jetzt Anfragen | payerbach.at/schaubergwerk-grillenberg | Schaubergwerk Grillenberg auf facebook

  • Schaubergwerk Grillenberg in Payerbach - Ausflugsziel in den Wiener Alpen in Niederösterreich
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Automobilmuseum Aspang

Automobilmuseum Aspang - Freibad Aspang, Ausflugsziele in Aspang Markt in den Wiener Alpen in Niederösterreich

120 Automobile von 1888 bis 1972 auf 2.500 m²,
Willkommen im Automobilmuseum Aspang!

Der Charme der Oldtimer, die technologischen Entwicklungen, die gesellschaftlichen Veränderungen - Das Automobilmuseum Aspang Markt ist mit 120 Automobilen zahlenmäßig gesehen die zweitgrößte öffentlich zugängliche Sammlung von Oldtimern in Österreich, qualitativ möglicherweise die interessanteste! Die Exponate reichen vom 1888 mit Motor ausgestatteten Kutschenmobil bis zum frühen Elektroauto.

Im Museum stehen edle Adler Morgans, Bentleys, Karossen von Gräf & Stift, Fahrzeuge der Marken Jaguar und Porsche, ganze Serien von Steyr und Steyr Fiat und Kultautos vom "Austro Formel Super V" bis zum geliebt wie gefürchteten DDR Trabant, genannt "Trabi"!

Besonders stolz war der Privatsammler DI Kurt Dirnbacher auf die gepanzerte, 3,5 Tonnen schwere Limousine "Gräf &Stift SP8", Baujahr 1936. Es soll das Regierungsfahrzeug von Bundeskanzler Kurt Schuschnigg gewesen sein.

Öffnungszeiten: Mai, Juni, September & Oktober: SA, SO und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Juli & August: MO - FR von 13.00 bis 17.00 Uhr, SA, SO und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Für Gruppen ab 10 Personen nach telefonischer Vereinbarung.
Energieferien: 03.02.2018 bis 11.02.2018, 13.00 bis 17.00 Uhr
Osterferien: 24.03.2018 bis 02.04.2018, 13.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreis: Erwachsene € 7,50 | Pensionisten und Studenten € 6,50 | Gruppen ab 10 Personen € 6,50 pro Person | Kinder über 6 Jahre € 2,00 | Familienkarte € 15,00 | Führung € 2,- pro Person

Automobilmuseum Aspang | Familie Dirnbacher | Marienplatz 3a | A-2870 Aspang Markt | Tel.: +43 (0) 2642 52303-17 | Mobil: Automobilmuseum zu den Öffnungszeiten +43 (0) 676 7654715 | Jetzt Anfragen | www.automobilmuseum.at

PIZ 1000 - Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel"

Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel"

Lebendige Geschichte erleben bei einem Museumsbesuch und einem Spaziergang durch Pitten.

Im Jahr 2019 liegt die erstmalige urkundliche Erwähnung Pittens genau 1150 Jahre zurück. Wiener Neustadt wurde im Jahre 1194 auf dem Gebiet der oft so bezeichneten Grafschaft Pitten gegründet. Pitten war ursprünglich sogar namensgebend für die ganze Region, hieß doch die Bucklige Welt bis ins 19. Jahrhundert hinein "Pittener Waldmark".

Die Siedlungsentwicklung im Raum Pitten lässt sich aber mehr als 3500 Jahre zurückverfolgen. Zahlreiche, auch international beachtete Funde, die im PIZ 1000 ausgestellt sind, beweisen die frühe Besiedlung in der mittleren Bronzezeit, die in der Archäologie als "Phase Pitten-Siedlung" bezeichnet wird. In der Römerzeit führte ein wichtiger Verkehrsweg durch das Pittental, zahlreiche Funde aus dieser Zeit liegen im PIZ 1000 vor, darunter ein Sandstein-Löwe, der möglicherweise aus einem Mithräum im 3. Jh. n. Chr. stammt.

869 ist ein besonderes Jahr für Pitten, da in einer Schenkungsurkunde Pitten (ad Putinnu = bei Pitten) erstmalig urkundlich erwähnt ist. Diese Urkunde befindet sich im bayrischen Staatsarchiv, im PIZ 1000 ist eine hochqualitative Kopie zu besichtigen. Auch die Nennung Pittens in der Klage zum Nibelungenlied (um 1200) ist in der Geschichte Pittens hervorzuheben, da darin auf ein "hus" (= festes Haus, Hinweis auf die Burg Pitten) in Pitten hingewiesen wird. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen prägen das Ende des Mittelalters. Bis 1158 beherrschten die Grafen von Pitten die Region, die auch als Grafschaft Pitten bezeichnet wurde. Mit der Gründung von Wr. Neustadt im Jahre 1194 verlor Pitten allerdings an Bedeutung.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte Pittens ist das Jahr 1485. Damals belagerte der Ungarnkönig Matthias Corvinus die Pittener Burg. Corvinus konnte die vom Burghauptmann Wolfgang Teufel heldenhaft verteidigte Burg allerdings erst nach völliger Aushungerung einnehmen. Corvinus war von der Tapferkeit Wolfgang Teufels so beeindruckt, dass er ihm einen seiner silbernen, vergoldeten Trinkbecher schenkte. Dieser, als "Pittener Corvinusbecher" bezeichnete Trinkpokal wurde anlässlich der 1100-Jahrfeier im Jahr 1969 von dem Nachfahren Teufels, dem Grafen Baudissin-Zinzendorf-Pottendorf, der Marktgemeinde Pitten geschenkt. Der überaus prunkvolle Becher ist im PIZ 1000 zu besichtigen.

Die letzten Jahrhunderte sich durch die industrielle Entwicklung der Region gekennzeichnet. Dem bis 1945 betriebenen Eisenbergbau und der Geschichte der Papierindustrie in Pitten sind zwei weitere Räume des PIZ 1000 gewidmet.

Besonders bemerkenswert ist auch die Prof. Sepp Buchner-Galerie des Museums, wo zahlreiche Werke dieses bekannten Malers, der u.a. die Fürstenfamilie von Liechtenstein porträtierte und die österreichischen Weihnachtsbriefmarken entwarf, ausgestellt sind.

Im Anschluss an einen Museumsbesuch, bietet sich ein geführter Spaziergang zu den historischen Sehenswürdigkeiten, wie Bergkirche, Felsenkirche, Endlwebervillen und Pfarrhof, aber auch in den zweitgrößten Rosengarten Niederösterreichs an.

Die Marktgemeinde Pitten zeichnet sich heute durch die ausgezeichnete Infrastruktur, eine intakte Umwelt in schöner Natur, die hohe Wohnqualität, ein reges Vereinsleben, interessante Veranstaltungen und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr aus. Eine Vielzahl von Auszeichnungen, wie "Energieeffiziente e5-Gemeinde", "Kulturfreundlichste Gemeinde im Bezirk", Jugendpartnergemeinde, Klimabündnisprämierung, u.a. bestätigen die hohe Lebensqualität.

Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel" PIZ 1000 | Gemeinde Pitten | Wr. Neustädter Straße 24 | 2823 Pitten | Tel.: +43 (0) 664 1668097 oder +43 (0) 2627 82212 (Gemeinde) | Jetzt Anfragen | www.pitten.gv.at/PIZ1000

  • PIZ 1000 - Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel" in der Marktgemeinde Pitten in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich
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Erzherzog Johann Dokumentation Thernberg

Erzherzog Johann Dokumentation Thernberg in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich

Die Thernberger Dokumentation "Erzherzog Johann – volksverbunden, zukunftsweisend" zeigt Leben und Wirken einer der interessantesten Persönlichkeiten der Habsburger: Erzherzog Johann von Österreich.

Vielen Menschen ist der Neffe Josefs II. und der Enkel Maria Theresias nur durch seine im Volksmund romantisierte Hochzeit mit Anna Plochl, der Tochter des Ausseer Postmeisters oder den nach ihm benannten Jodler bekannt.

Im Jahr 2009 wurde aus Anlass des 150. Todestages von Erzherzog Johann die seit 1982 bestehende Erzherzog Johann-Dokumentation in Thernberg in der Buckligen Welt sowohl inhaltlich als auch gestaltungstechnisch überarbeitet und neu eröffnet. Seither lebt die Erinnerung an den großen Förderer Thernbergs im frühen 19. Jh. neu auf.

Die Dokumentation im Mesnerhaus und Pfarrhof Thernberg widmet sich auch der Geschichte Thernbergs, seiner Burg- und Schlossanlage seit dem 11. Jh. und der Pfarrkirche, die einige Schenkungen des Erzherzogs beherbergt.

In der Steiermark genießt Erzherzog Johann durch sein umfangreiches und nachhaltiges Wirken für die grüne Mark nach wie vor hohe Popularität. Er gründete Bildungs- und Forschungseinrichtungen, modernisierte die Landwirtschaft, leitete eine sanfte Industrialisierung der Steiermark ein und bewirkte damit, dass aus einer unterentwickelten, landwirtschaftlich geprägten Region ein selbstbewusstes und fortschrittliches Land wurde.

Erzherzog Johann war über 21 Jahre Besitzer von Schloss und Herrschaft Thernberg in der Buckligen Welt und legte hier gemeinsam mit seinem späteren Privatsekretär Johann Zahlbruckner den Grundstein für sein steirisches Wirken: u. a. legte er Versuchsgärten zur Obstveredelung an, richtete eine pomologische Schule ein und erteilte Aufträge an seine Kammermaler, um Volkskultur und Brauchtum zu dokumentieren. Seine umfangreichen und auf verschiedene Orte verteilten Sammlungen ließ er im Thernberger Schloss neu ordnen, um sie später dem Grazer Joanneum zur Verfügung zu stellen. In der "Wildensteiner Ritterschaft zu Blauen Erde" auf Burg Seebenstein genoss er die Geselligkeit.

Thernberg war für den Erzherzog in den Jahren 1810 bis 1820, nachdem er in den Koalitionskriegen gegen Napoleon in den Jahren davor militärischen Niederlagen erlitten hatte, auch immer wieder ein Ort des Rückzugs, um seine Gedanken zu sammeln, Kraft zu tanken und neue Ideen aufzugreifen. Seine Überlegungen und sein Wirken waren stets davon geprägt, den Fortschritt zu fördern - aber nur dann, wenn dadurch weder der Mensch noch die Natur langfristigen Schaden erleiden. Er wurde damit zu einem "Vorreiter der Nachhaltigkeit".

Öffnungszeiten: Letzter Sonntag im Mai bis 26. Oktober, Sonn- und Feiertage von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr oder gegen Voranmeldung. Eintrittspreise: Erwachsene € 6,00 | Kinder bis 6 Jahre in Begleitung ihrer Eltern gratis | Kinder bis 15 Jahre € 2,00 | Gruppen, Senioren pro Person € 4,00

Erzherzog Johann Dokumentation Thernberg | OSR Martin Lechner | Thernberg-Markt 2 | A-2832 Thernberg | Mobil: +43 (0) 676 5033962 | Tel.: +43 (0) 2629 2239 (Marktgemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg) | Jetzt Anfragen | www.thernberg.at

  • Erzherzog Johann Dokumentation Thernberg in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich
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