Museen in den Wiener Alpen

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte in Gloggnitz in den Wiener Alpen in Niederösterreich

Die Gedenkstätte befindet sich in der ehemaligen Präsidentenvilla, einem 1894 in der Architektur des Späthistorismus im Ortskern von Gloggnitz errichteten Gebäude.

Dr. Karl Renner (1870 - 1950) war Sozialdemokrat, Schriftsteller, Abgeordneter, Genossenschafter, Staatskanzler und Bundespräsident. Das ehemalige Wohnhaus Renners wurde vom damaligen wissenschaflichen Leiter Siegfried Nasko sowie dem Künstler Gotthard Fellerer zum Museum umgestaltet und 1999 kuratierten beide die 2 Dauerausstellungen. Diese wurden von 2017 - 2019 vom aktuellen wissenschaftl. Leiter Michael Rosecker in der Ausstellungstradition des Museums grundlegend überarbeitet.

Das Rennermuseum:

Die heute denkmalgeschützte Villa wurde 1894 in der Alpenstadt Gloggnitz erbaut und war von 1910 bis 1950 im Besitz von Staatsgründer und Bundespräsidenten Dr. Karl Renner, bevor seine Familie das Gebäude verkaufte und 1978/79 im Wohnhaus auf Initiative von Bruno Kreisky der Verein Dr. Karl Renner Gedenkstätte ein Museum zur Zeitgeschichte einrichtete.

Die Ausstellung im Dr. Karl Renner-Museum zeigt nicht nur das Leben von Karl Renner als Staats- und Privatmann, sondern versteht sich auch als offener Ort der Wissensvermittlung und der gesellschaftspolitischen Diskussion. Die über Jahrzehnte vom Verein Dr. Karl Renner-Gedenkstätte zusammengetragenen Originalobjekte, eingerahmt von der Villa mit ihren originalen Zimmern im Parterre, bilden eine Ausstellung, die sich kritisch mit der österreichischen Zeitgeschichte - und stets mit Blick auf aktuelle Themen - auseinandersetzt, um eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen.

NEU: Karl Renners Jungendjahre in Unter-Tannowitz & Nikolsburg:

Hier sehen Sie anhand von vielen alten Fotos und Kopien von Dokumenten Episoden aus Renners Erinnerungen an sein Elternhaus, die Volksschulzeit sowie die, anfangs nicht einfachen, Jahre am Gymnasium.

Karl Renner, vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten:

Diese Dokumentation zeigt die Wohnräume Karl Renners, gibt Auskunft über seinen Werdegang, sein Wirken für die 1. Republik, seine innere Emigration in Gloggnitz und seine staatsmännische Rolle bei der Gründung der 2. Republik. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Übersicht über die politischen Leistungen Renners in der Ersten und Zweiten Republik und seine grundlegenden Gedanken zum Staatsvertrag.

Vom Vielvölkerstaat zur Europäischen Union (EU):

Erleben Sie die Geschichte unseres Staates im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte Österreichs vom Zerfall der Monarchie bis zur Gegenwart. Betrachten Sie Geschichte nicht länger passiv, sondern erleben Sie Historie aktiv in einer virtuellen und animierten Welt!

Renner versus Stalin - Die ersten 20 Tage der 2. Republik:

Renners Ambitionen trafen sich mit Stalins Ansichten. In einer Freiluftinstallation wird der Weg Karl Renners ab dem 03. April 1945 von Gloggnitz über Köttlach, Hochwolkersdorf, zurück nach Gloggnitz, nach Schloss Eichbüchl (wo der erste Entwurf der neuen Verfassung entstand) bis nach Wien, wo er am 20. April eintraf, nachgezeichnet. Diese spannende Zeit wird anhand von Fotocollagen beschrieben, da keine Originalaufnahmen bekannt sind.

100 Jahre Republik - Die Republik Deutsch-Österreich:

In der Kathastrophe des Ersten Weltkrieges ging das Habsburgerreich unter und neue Nationalstaaten sowie rund 20.000 Kilometer neue Staatsgrenze entstanden. Eine der neuen Staaten war die Republik Deutschösterreich - am 12. November 1918 ausgerufen war dies ein Land ohne festgelegte Grenzen, wirtschaftlich am Ende sowie ohne Vorstellung der eigenen Rolle und Position im sich neu formierenden Zentraleuropa. Die Beschreibung der schwierigen Zeit der Republiksgründung zwischen Krieg und Frieden ist der Inhalt dieser spannenden Ausstellung.

Veranstaltungsprogramm im Rennermuseum:

Jedes Jahr bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit an aktuellen Buchpräsentationen in unserem Haus teilzunehmen. Ob nun zu Zeitgeschichte oder Politik, Menschenrechte oder Ethik, als offener Ort der Wissensvermittlung freuen wir uns über Präsentationen und Diskussionen im gemütlichen Rahmen unseres Hauses.

Ein Highlight jedes Jahr sind die sommerlichen Klanggartenkonzerte, zu denen bekannte Musiker aus der Region den Museumsgarten zum Klingen bringen. Unterschiedliche Stilrichtungen bieten viel Abwechslung und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Ambiente des Museumsgartens können die Zuhörer entspannen und sich an einem kleinen selbstgemachten Buffet erfreuen.

Herbstliche Fixpunkte sind der Vernetzung der Kulturlandschaft in der Region gewidmet, so zum Beispiel der Museumsmonat September in der Weltkulturerberegion Semmering/Rax oder der Langen Nacht der Kultur im Schwarzatal, zu welcher die Museen der großen Städte im Bezirk einen Abend lang gemeinsam ihre Türen öffnen.

Öffnungszeiten:

  • 15. Feburar bis 01. Dezember 2019, Freitag von 14.00 - 18.00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr (letzter Einlass um 17.00 Uhr).
  • Jedes Jahr im Juli und August Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr (letzter Einlass um 17.00 Uhr).

Gruppen mit Führungen (ab 8 Personen) nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich! Unsere speziellen Gruppenangebote finden Sie HIER!

Eintrittspreise
Erwachsene€ 13,-
Studenten (19 - 24 Jahre) und Pensionisten ab dem 60. LJ€ 10,-
Kinder (6 - 18 Jahre) in Begleitung€ 5,-
Freier Eintritt mit Ihrer NÖ-Card (einmalig)
Freier Eintritt mit IhrerSteiermark-Card (einmalig)
PVÖ-Card, Aktiv-Plus-Card, T.A.I.-Card, AKNÖ-Card, Naturfreunde-Mitglieder€ 10,-
"Virtuelles Museum" für Behinderte* (einmalig freier Eintritt mit NÖ-Card)€ 7,-
Audio-Guides gratis (nach Verfügbarkeit)

*bitte unbedingt vorher anmelden!

Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte | Verein Dr. Karl Renner Gedenkstätte | Rennergasse 2 | A-2640 Gloggnitz | Tel.: +43 (0) 2662 42498 | office@rennermuseum.at | vanessa_staudi@yahoo.de (Museumsbetreuung Mag. Vanessa Staudenhirz) | Jetzt Anfragen | www.rennermuseum.at

  • Dr. Karl Renner Museum in Gloggnitz - Ausflugsziel in den Wiener Alpen in Niederösterreich
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Städtisches Museum Neunkirchen

Römerfest im Städtischen Museum Neunkirchen in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich

Sonderausstellung bis Februar 2020:
"Facettenreiches Schwarztal - Bewegung und Handelsvielfalt in der Region"

Die Sammlungen des Städtischen Museums Neunkirchen dokumentieren die Stadt und den Bezirk Neunkirchen mit repräsentativen Stücken. Ein zentraler Punkt der Museums- und Forschungstätigkeit ist das jährliche Römerfest.

Diese ambitionierten Aufgaben erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv, den Behörden der Stadtgemeinde und nicht zuletzt durch die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger, die dem Museum mit Informationen, Verkauf, Leihgaben und Schenkungen beim Ausbau und der Verbesserung der Institution und seiner Sammlungen helfen.

Themenschwerpunkte:

  • Stadt- und Regionalgeschichte
  • Volkskultur
  • Archäologie
  • Naturkunde (Geologie, Paläontologie, Zoologie)
  • Numismatik

Naturkundliche Sammlung:

Bereits seit den 1920ern wurden für das Museum Gesteine und Versteinerungen aus dem gesamten Bezirksgebiet gesammelt. Durch die Schenkung der Sammlung Matzke 1982 ist das Museum im Besitz einer der umfassendsten geologisch - paläontologischen Sammlungen zum Neunkirchner Bezirksgebiet. Raritäten wie der einzigartige Forellenstein (Ortho-Riebeckit-Gneis) von Gloggnitz, versteinerte Hölzer, Höhlenbär- und Mammutfunde sowie die rund 16 Millionen Jahre alten Rippen einer Seekuh gehören hierzu.

Archäologie: der "Neunkirchner Ötzi":

Der Bereich Archäologie umfasst Objekte aus über 5000 Jahren Geschichte. Dazu zählen der älteste menschliche Fund Neunkirchens, bronzezeitliche Waffen, keltischer Schmuck und Schwerter, die Funde aus einem römischen Streifenhaus und auch Funde aus Früh -und Hochmittelalter. Der "Neunkirchner Ötzi" war kein Römer, sondern weitaus älter als alle bekannten Funde aus dem Stadtgebiet von Neunkirchen. Er ist 5.300 Jahre alt und lebte somit in der Kupferzeit. Er gehörte der sogenannten "Badener Kultur" an und dürfte auch auf dem Gebiet der heutigen Innenstadt Neunkirchens gelebt haben.

  • Römerfest im Städtischen Museum:

Alljährlich Anfang September präsentieren römische und keltische Vereine für Geschichtsdarstellung im Museumsgarten Militär und Waffen, Handwerk und den Alltag der Römer und Kelten in Pannonien. Neben Heer- und Trachtenschauen kann der Besucher in das Leben der Antike mit allen Sinnen eintauchen.
Als eine Besonderheit zeigen wir den Betrieb verschiedener Experimentalarchäologischer Stätten wie Schmelzöfen oder Brotbackofen, aber auch die Römische Küche kann von jedem Gast verkostet werden. Die vielen antiken Rezepte bieten, authentisch nachgekocht, für jeden Geschmack etwas und viele Produkte werden aus dem hauseigenen Projektgarten frisch für die Zubereitung geerntet.
Eine Spielestation, die archäologische Ausgrabung für Kinder oder die Bogenschussbahn gewähren für jedes Alter eine Mitmachmöglichkeit und vermitteln ebenfalls einen Eindruck über das Leben der Antike wie die verschiedenen Stationen zu Schustern, Schmieden, Glaserzeugung, Birkenpech, Färberei oder Schreibstube.
Das römische Neunkirchen ist jedes Jahr wieder ein Erlebnis!

Der "Neunkirchner Pfennig":

Neunkirchen ist eine der ersten mittelalterlichen Münzstätten in Österreich. Neben Originalen und Abgüssen von Neunkirchner Pfennigen aus dem 12. Jahrhundert setzt sich die numismatische Sammlung einerseits aus im Bezirksgebiet gefundenen, andererseits aus hier im Umlauf gewesenen Münzen und Scheinen zusammen - von keltischen Münzen und römischen Denaren bis zum Schilling der 2. Republik.

Volkskundliche Sammlung:

Leben, Arbeit und Brauchtum der bäuerlichen Bevölkerung in den letzten dreihundert Jahren sowie das religiöse Leben und das Miteinander der verschiedenen Religionen im Neunkirchen der letzten 500 Jahre wird in der volkskundlichen Sammlung dokumentiert. Manche Objekte aus dem "Raum der Religionen" wie die "Heilige Kümmernis" aus Schwarzau/Steinfeld oder die Edlitzer "Totentanz"-Schilder sind in ihrer Art einzigartig und gehören zu den Schätzen des Museums.

In den 15 Ausstellungsräumen wird nur ein geringer Teil der über 12.000 Objekte gezeigt. Duplikate oder Objekte, die aus Platzmangel nicht ausgestellt werden können, befinden sich in den umfangreichen Depots.

Aktuelles aus dem Städtischem Museum Neunkirchen:

Die neue Sonderausstellung "Facettenreiches Schwarztal - Bewegung und Handelsvielfalt in der Region" nimmt als ihren Ausgangspunkt die Region entlang des Flusslaufes der Schwarza, die das Bild des Bezirkes Neunkirchen seit ihrer Entstehung auf unterschiedlichste Art und Weise prägt.

Die Schwarza war auf so viele Arten die Lebensader für die in der Nähe siedelnden Bewohner, ob nun als Ressourcenlieferant oder Transportweg. Großartige Erfindungen haben im Schwarzatal ihre Spuren hinterlassen. Konsumgüter wie Kupferbeile oder Tonwaren, Geld wie römische Münzfunde oder der Neunkirchner Pfennig, der Austausch durch die Wallfahrer der Frühen Neuzeit oder aber die Erfindungen der unzähligen Industrien im Bezirk Neunkirchen zeichnen ein facettenreiches Bild der Region Schwarzatal. Anhand zahlreicher Ausstellungsstücke soll der Weg dieser Region durch die Epochen der Menschheitsgeschichte wie auch der Geologie bis heute gezeigt werden. Zu sehen seit April 2019 bis Februar 2020.

  • Öffnungszeiten: ganzjährig Freitag und Samstag von 14.00 bis 18.00 Uhr (ausgenommen Feiertage: Karfreitag & Karsamstag, 24. Dezember - 6. Jänner)
  • Eintritt: Erwachsene € 5,00 | Sonderveranstaltungen € 7,00 | Kinder bis 15 Jahre frei | Schüler & Studenten bis 27 Jahre € 3,00 | Mit NÖ-Card frei!
  • Führungen: Erwachsene (bei Gruppenführungen € 3,00 | Schulklassen unter Aufsicht einer Lehrperson frei

Städtisches Museum Neunkirchen | Kustoden: Mag. Benedikt Wallner, Mag. Vanessa Staudenhirz, MA Hannes Schiel | Stockhammergasse 13 | A-2620 Neunkirchen | Tel.: +43 (0) 2635 61147 | Mobil: +43 (0) 676 83601600 oder Mobil: +43 (0) 676 8360120 | Jetzt Anfragen | www.neunkirchen.gv.at/museum | Fotocredits: Mag. Vanessa Staudenhirz

  • Städtisches Museum Neunkirchen in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich
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Automobilmuseum Aspang

Automobilmuseum Aspang - Freibad Aspang, Ausflugsziele in Aspang Markt in den Wiener Alpen in Niederösterreich

120 Automobile von 1888 bis 1972 auf 2.500 m²,
Willkommen im Automobilmuseum Aspang!

Der Charme der Oldtimer, die technologischen Entwicklungen, die gesellschaftlichen Veränderungen - Das Automobilmuseum Aspang Markt ist mit 120 Automobilen zahlenmäßig gesehen die zweitgrößte öffentlich zugängliche Sammlung von Oldtimern in Österreich, qualitativ möglicherweise die interessanteste! Die Exponate reichen vom 1888 mit Motor ausgestatteten Kutschenmobil bis zum frühen Elektroauto.

Im Museum stehen edle Adler Morgans, Bentleys, Karossen von Gräf & Stift, Fahrzeuge der Marken Jaguar und Porsche, ganze Serien von Steyr und Steyr Fiat und Kultautos vom "Austro Formel Super V" bis zum geliebt wie gefürchteten DDR Trabant, genannt "Trabi"!

Besonders stolz war der Privatsammler DI Kurt Dirnbacher auf die gepanzerte, 3,5 Tonnen schwere Limousine "Gräf &Stift SP8", Baujahr 1936. Es soll das Regierungsfahrzeug von Bundeskanzler Kurt Schuschnigg gewesen sein.

Öffnungszeiten: Mai, Juni, September & Oktober: SA, SO und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Juli & August: MO - FR von 13.00 bis 17.00 Uhr, SA, SO und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Für Gruppen ab 10 Personen nach telefonischer Vereinbarung.
Energieferien: 03.02.2018 bis 11.02.2018, 13.00 bis 17.00 Uhr
Osterferien: 24.03.2018 bis 02.04.2018, 13.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreis: Erwachsene € 7,50 | Pensionisten und Studenten € 6,50 | Gruppen ab 10 Personen € 6,50 pro Person | Kinder über 6 Jahre € 2,00 | Familienkarte € 15,00 | Führung € 2,- pro Person

Automobilmuseum Aspang | Familie Dirnbacher | Marienplatz 3a | A-2870 Aspang Markt | Tel.: +43 (0) 2642 52303-17 | Mobil: Automobilmuseum zu den Öffnungszeiten +43 (0) 676 7654715 | Jetzt Anfragen | www.automobilmuseum.at

PIZ 1000 - Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel"

Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel"

Lebendige Geschichte erleben bei einem Museumsbesuch und einem Spaziergang durch Pitten.

Im Jahr 2019 liegt die erstmalige urkundliche Erwähnung Pittens genau 1150 Jahre zurück. Wiener Neustadt wurde im Jahre 1194 auf dem Gebiet der oft so bezeichneten Grafschaft Pitten gegründet. Pitten war ursprünglich sogar namensgebend für die ganze Region, hieß doch die Bucklige Welt bis ins 19. Jahrhundert hinein "Pittener Waldmark".

Die Siedlungsentwicklung im Raum Pitten lässt sich aber mehr als 3500 Jahre zurückverfolgen. Zahlreiche, auch international beachtete Funde, die im PIZ 1000 ausgestellt sind, beweisen die frühe Besiedlung in der mittleren Bronzezeit, die in der Archäologie als "Phase Pitten-Siedlung" bezeichnet wird. In der Römerzeit führte ein wichtiger Verkehrsweg durch das Pittental, zahlreiche Funde aus dieser Zeit liegen im PIZ 1000 vor, darunter ein Sandstein-Löwe, der möglicherweise aus einem Mithräum im 3. Jh. n. Chr. stammt.

869 ist ein besonderes Jahr für Pitten, da in einer Schenkungsurkunde Pitten (ad Putinnu = bei Pitten) erstmalig urkundlich erwähnt ist. Diese Urkunde befindet sich im bayrischen Staatsarchiv, im PIZ 1000 ist eine hochqualitative Kopie zu besichtigen. Auch die Nennung Pittens in der Klage zum Nibelungenlied (um 1200) ist in der Geschichte Pittens hervorzuheben, da darin auf ein "hus" (= festes Haus, Hinweis auf die Burg Pitten) in Pitten hingewiesen wird. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen prägen das Ende des Mittelalters. Bis 1158 beherrschten die Grafen von Pitten die Region, die auch als Grafschaft Pitten bezeichnet wurde. Mit der Gründung von Wr. Neustadt im Jahre 1194 verlor Pitten allerdings an Bedeutung.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte Pittens ist das Jahr 1485. Damals belagerte der Ungarnkönig Matthias Corvinus die Pittener Burg. Corvinus konnte die vom Burghauptmann Wolfgang Teufel heldenhaft verteidigte Burg allerdings erst nach völliger Aushungerung einnehmen. Corvinus war von der Tapferkeit Wolfgang Teufels so beeindruckt, dass er ihm einen seiner silbernen, vergoldeten Trinkbecher schenkte. Dieser, als "Pittener Corvinusbecher" bezeichnete Trinkpokal wurde anlässlich der 1100-Jahrfeier im Jahr 1969 von dem Nachfahren Teufels, dem Grafen Baudissin-Zinzendorf-Pottendorf, der Marktgemeinde Pitten geschenkt. Der überaus prunkvolle Becher ist im PIZ 1000 zu besichtigen.

Die letzten Jahrhunderte sich durch die industrielle Entwicklung der Region gekennzeichnet. Dem bis 1945 betriebenen Eisenbergbau und der Geschichte der Papierindustrie in Pitten sind zwei weitere Räume des PIZ 1000 gewidmet.

Besonders bemerkenswert ist auch die Prof. Sepp Buchner-Galerie des Museums, wo zahlreiche Werke dieses bekannten Malers, der u.a. die Fürstenfamilie von Liechtenstein porträtierte und die österreichischen Weihnachtsbriefmarken entwarf, ausgestellt sind.

Im Anschluss an einen Museumsbesuch, bietet sich ein geführter Spaziergang zu den historischen Sehenswürdigkeiten, wie Bergkirche, Felsenkirche, Endlwebervillen und Pfarrhof, aber auch in den zweitgrößten Rosengarten Niederösterreichs an.

Die Marktgemeinde Pitten zeichnet sich heute durch die ausgezeichnete Infrastruktur, eine intakte Umwelt in schöner Natur, die hohe Wohnqualität, ein reges Vereinsleben, interessante Veranstaltungen und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr aus. Eine Vielzahl von Auszeichnungen, wie "Energieeffiziente e5-Gemeinde", "Kulturfreundlichste Gemeinde im Bezirk", Jugendpartnergemeinde, Klimabündnisprämierung, u.a. bestätigen die hohe Lebensqualität.

Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel" PIZ 1000 | Gemeinde Pitten | Wr. Neustädter Straße 24 | 2823 Pitten | Tel.: +43 (0) 664 1668097 oder +43 (0) 2627 82212 (Gemeinde) | Jetzt Anfragen | www.pitten.gv.at/PIZ1000

  • PIZ 1000 - Pittener Regionsmuseum "Zeitspuren im Land der 1000 Hügel" in der Marktgemeinde Pitten in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich
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Schneeberg-Museum

Schneeberg-Museum & Galerie am Kirchenplatz in Puchberg am Schneeberg in der Region Wiener Alpen in Niederösterreich

Das Schneeberg-Museum am Kirchenplatz in Puchberg am Schneeberg bietet einen Überblick über Volkskultur, Alltagsleben, Handwerk und Gewerbe sowie Geschichte und Entwicklung der Schneeberg-Region.

Das Haus am Kirchenplatz beherbergt neun liebevoll gestaltete Ausstellungsräume, die das Leben der vergangenen Jahrhunderte erlebbar machen. Zu sehen sind u. a. eine bäuerliche Rauchküche, eine Stube und eine vollständig erhaltene Schusterwerkstätte.

Die Museumseröffnung erfolgte 1987 nach umfangreichen Renovierungsarbeiten mit der Ausstellungen "90 Jahre Zahnradbahn auf den Schneeberg".

Anlässlich des 30-Jahr Jubiläums des Museums wurde im angrenzenden Haus eine Galerie als Ort der Begegnung und für Sonderausstellungen eingerichtet. Diese Sonderausstellungen widmen sich im Winterhalbjahr, wenn das Hauptgebäude geschlossen ist, wechselnden Schwerpunkten zu ganz spezifischen Puchberger Themen.

Eröffnet wurde die Galerie im Juni 2016 mit einer Ausstellung in memoriam Dr. Karl Leitner. Der eigentliche Ausstellungszyklus begann am 1. Oktober 2016 im Rahmen der "Langen Nacht der Kultur". Die Öffnungszeiten der Galerie während der Ausstellungen sind jeweils Samstag von 15.00 - 18.00 Uhr und darüber hinaus nach Vereinbarung.

Öffnungszeiten Schneeberg-Museum: Mitte Juni - Mitte September, Samstag 15.00 - 17.00 Uhr, Sonn- und Feiertag 9.30 - 11.30 und 15.00 - 17.00 Uhr | Preise: Erwachsene € 2,50, Kinder ab 10 Jahre € 1,-, Gruppen ab 10 Personen (pro Pers.) € 2,- | Führungen gegen Voranmeldung | Verkauf von Regionalliteratur und Postkarten

2012 wurde mit dem Aufbau eines Archivs begonnen. Damit werden die Bestände des Museums, die nicht ausgestellt sind, durch systematische Erfassung in einem Katalog für Interessierte zugänglich zu machen und für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung aufbereitet. Auf unserer Webseite können Sie die Archivdatenbank des Museums und der weiteren Puchberger Archive, die vom Museum virtuell erfasst werden, nach einem Stichwort durchsuchen.

Schneeberg-Museum | Ing. Andreas Bichler | Burggasse 9 (Kirchenplatz) | A-2734 Puchberg am Schneeberg, Tel.: +43 (0) 2636 3450 | Jetzt Anfragen | www.museum.historiavivens1300.at

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Hubmer Gedächtnisstätte Naßwald

Hubmer Gedächtnisstätte Naßwald / Schwarzau i. G. in den Wiener Alpen in Niederösterreich

Das kleine Freilichtmuseum "Hubmer Gedächtnisstätte" läßt die Zeit der Besiedelung der Rotte Naßwald wieder aufleben! Am offenen Feuer wird der Sterz noch so zubereitet, wie vor über 200 Jahren...

Mittelpunkt der Hubmer Gedächtnisstätte ist eine stilgetreu nachgebaute Holzknechthütte samt Einrichtung, umgeben von Modellen, Wanderwegen, stillen, schattigen und sonnigen Rastplätzen. Die Gedächtnisstätte vermittelt dem Besucher ein Bild über das Leben und Wirken der Holzknechte. Das Bild- und Ausstellungsmaterial nimmt besonders Bezug auf die Gründer des Ortes Naßwald, die Brüder Johann und Georg Hubmer.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bieten Ihnen ein umfangreiches Angebot an sehenswerten Exponaten aus längst vergangenen Holzfällerzeiten und der Gegenwart, interessante Führungen, sowie Sterzessen in einer echten "Rauchkuchl"!

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, MO bis FR gegen Voranmeldung, Samstag, Sonn- und Feiertage 13.00 - 17.00 Uhr! Um Voranmeldungen für Führungen und Sterzessen wird gebeten: Kontaktieren Sie dazu das Wirtshaus zum Raxkönig, Tel.: +43 (0) 2667 35111 oder das Gemeindeamt der MG Schwarzau i. G.!

⇒ Georg Hubmer (1755 - 1833) führte das harte Leben eines Holzfällers. Durch seinen Beruf kam der geborene Gosauer ins Schwarzatal, wo er jenes Holz herbeischaffte, das die Eisenhämmer im nahen Hirschwang benötigten. So schaffte er für sich und seinen Familienverband Wohlstand und sein Ruf ging weit über die Grenzen der Bergwelt im Schwarzatal hinaus. Der Roman "Der Raxköng" von Ottokar Janetschek erzählt von seinem Leben als Holzfäller, Schwemm-Meister und Gründer der evangelischen Enklave Naßwald. Durch den Bau einer Kirche, die lange Zeit auch als Schule diente, war Georg Hubmer somit auch einer der ersten sozialen Unternehmer für die ihm anvertrauten Arbeiter und deren Familien.

⇒ Schwarzau i. G. liegt an der Schwarza, zwischen Rax und Schneeberg und ist die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde Niederösterreichs! Sehenswert ist auch der Naturpark Schwarzau im Gebirge: vom Ortszentrum in einigen Minuten erreichbar und eine Fundgrube für Hobbyfotographen, Spaziergänger und Wanderer. Naturwiesen, Hochwald, Jungmaiß, Felsabstürze und Wasserfälle bieten in diesem Areal einen typischen Querschnitt des Rax - Schneeberggebietes in Kleinformat. Neu errichtet wurde ein Fischlehrpfad.

Hubmer Gedächtnisstätte Naßwald / Marktgemeinde Schwarzau im Gebirge | A-2662 Schwarzau i. G. | Tel.: +43 (0) 2667 238 | Fax.: +43 2667 570 | Jetzt Anfragen | schwarzau-gebirge.gv.at/sehenswert/hubmer-gedaechtnisstaette

  • Hubmer Gedächtnisstätte Naßwald / Schwarzau i. G. in den Wiener Alpen in Niederösterreich
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