Museen im Burgenland

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf - Ausflugsziel im Südburgenland

In der reizvollen Landschaft des südlichen Burgenlandes finden Sie in der Nähe von Güssing ein überaus attraktives Ausflugsziel - das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf!

Die 34 Objekte, zumeist strohgedeckte uralte Wohn- und Wirtschaftsgebäude, beherbergen eine Fülle von bäuerlichen Gerätschaften und bodenständigen Gebrauchsgegenständen, die einen umfassenden Einblick in die pannonische Kultur des 18. und 19. Jh. gewähren. In der einzigartigen Atmosphäre des Freilichtmuseums finden auch Ausstellungen zeitgenössischer Künstler oder volkskundlicher Themen statt.

Noch vor 3 Jahrzehnten waren hier nur Äcker. Äcker, die von der Kleinbäuerin Maria Muik, der legendären "Muik Mizzi-Mam" in mühevoller Handarbeit bewirtschaftet wurden. Sie bewohnte jenes gezimmerte und strohgedeckte Bauernhäuschen jenseits des Zaunes, dessen unmittelbare Nachbarschaft den Ausschlag für die Standortwahl des Freilichtmuseums gab...

Fasziniert von der Schönheit südburgenländischer bäuerlicher Holzarchitektur mit ihrer strohgedeckten Dachlandschaft, die allerorten immer mehr verfiel, erwarb 1972 die Familie Kisser aus Wien dieses Grundstück. Kulturgeschichtlich wertvolle Holzblockbauten sollten hierher übertragen und damit vor dem Verfall gerettet werden. 1973 begann der Aufbau des Wohnhauses aus Tschanigraben und eines Kellerstöckels. Seitdem wurden tausende Arbeitsstunden in den Dienst der Sache gestellt. Dank freiwilliger Helfer und der "Strohdachspezialisten" aus Heiligenbrunn konnte schon 1976 die damals aus 6 Gebäuden bestehende Gruppe als "Ensemble Gerersdorf" der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre das größte Freilichtmuseum Burgenlands.

Holz, Lehm und Stroh sind die bodenständigen Materialien der meisten Bauten. Die händisch zugehauenen Baumstämme sind mit Lehm - vermengt mit Strohhäcksel - verputzt und gekalkt. Das (Roggen) Strohdach hat eine Lebensdauer bis zu einem Vierteljahrhundert und wirkt wie der Verputz temperaturausgleichend. Gebäude und Gerätschaften stammen vorwiegend aus dem südlichen Burgenland und dem angrenzenden Westungarn, zu dem das gesamte Burgenland bis 1921 gehörte.

Zu den ältesten Gebäuden des Ensembles Gerersdorf zählt das Wohnhaus aus Tschanigraben, Bezirk Güssing: Die, aus grob zugehackten Eichenstämmen gezimmerten Wände im Bereich Vorderstube/Rauchküche stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Öffnungszeiten 2019:

06. April bis 11. November, Montag geschlossen (ausgenommen Oster- und Pfingstmontag). 06. April bis 20. Oktober von 10.00 - 18.00 Uhr, 21. Oktober bis 11. November von 10.00 - 16.00 Uhr. Langer Sommer-Dienstag im Juni, Juli und August bis 20.00 Uhr (nur Schankbetrieb). Führungen nach Voranmeldung (Gruppen gegen Voranmeldung sind auch an Schließtagen willkommen)!

Preise:

Erwachsene € 5,50 | SchülerInnen/ Behinderte € 3,- | Senioren € 4,50 | Familienkarte (2 Erwachsene + 1 oder mehr Kinder € 12,- | Gruppen ab 20 Personen € 4,-* | Gruppen ab 20 Personen mit Führung € 5,-** | Führung mit Kleingruppe pro Person € 1,50 (mind. € 20,-) | Schulklassen mit Kurzführung pro SchülerIn € 2,-

*pro 20 Personen ist 1 Person gratis, ebenso der Reiseleiter & Chauffeuer
**Fremdsprachige Führungen in Unarisch, Englisch, Franzäsisch und Spanisch - Aufpreis € 15,- (Gruppe)

Wir akzeptieren die NÖ-Card, Steiermark-Card und Burgenland-Card!

Was das Freilichtmuseum noch bietet: Museumsschank: kalte und warme Buffets, bodenständige Imbisse, Strudelauswahl - Weinverkostungen - Schauhandwerken mit der Möglichkeit es selbst zu probieren. Zahlreiche Gruppenangebote (ab 20 Personen), Angebote für SchülerInnen, Kreativkurse. Der Saal im "Wunderlhaus" (Indoor-Bühne, bis zu 100 Sitzplätze) kann für Veranstaltungen gemietet werden.

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf | Verein "Freunde des Freilichtmuseums Ensemble Gerersdorf" | Gerersdorf 66c | A-7542 Gerersdorf | Tel.: +43 (0) 3328 32255, Museum | Tel.: +43 (0) 3328 32272, Gemeindeamt | Jetzt Anfragen | www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

  • Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf - Ausflugsziel im Südburgenland
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Römermuseum "Römische Begegnungen" St. Martin an der Raab

Römermuseum "Römische Begegnungen" St. Martin an der Raab im Südburgenland / Burgenland

Die urkundlich erstmalig 1387 erwähnte Marktgemeinde St. Martin/Raab mit der weithin sichtbaren spätbarocken Pfarrkirche beherbergt wichtige römerzeitliche Fundstätten. Mit Unterstützung der Marktgemeinde, des Bgld. Landesmuseums und des Naturparks Raab werden daher alljährlich  Ausgrabungen unternommen, um ein Stück der römischen Vergangenheit des Ortes zu dokumentieren.

Am bemerkenswertesten waren die Funde einer "Villa rustica", eines römischen Gutshofes! Durch Luftbilder und geophysikalische Messungen wurden die Reste dieser Anlage geortet, die aus einem Wohngebäude und mehreren Wirtschaftsgebäuden bestand. 1997 wurden die ersten Ausgrabungen durchgeführt. Weiters konnten auf einer Ost-West gerichteten Terrasse Reste einer Gräberstraße mit römischen Hügelgräbern und Grabbauten teilweise freigelegt werden. 1997/98 wurden zwei Grabbezirke mit den Fundamenten zweier Grabbauten ausgegraben. Ein Grabbau konnte zeichnerisch rekonstruiert werden und ist anhand der vorgefundenen originalen Architekturfragmente in der Ausstellung dargestellt.

⇒ Die Untersuchung und teilweise Wiederherstellung der Gräberstraße in Verbindung mit den Siedlungsfunden bietet der Archäologie ein einzigartiges Forschungsprojekt! Die wichtigsten Funde der Ausgrabungen werden den Besuchern im Römermuseum am Hauptplatz in St.Martin anschaulich gemacht.

Die Ausstellung ist so gestaltet, dass interessante Neufunde laufend eingebaut werden können, daher präsentiert sich das Römermuseum als "lebendiges Museum" das immer wieder Neues bieten kann. Die Grenzsituation von St.Martin/Raab - in der Römerzeit am westlichen Rand der Provinz Pannonien gelegen - wird in der Gegenwart durch den Dreiländerstein versinnbildlicht.

Römerfunde sind im südlichen Burgenland nicht selten, in den Waldungen fast jeder Ortschaft finden sich norisch-pannonische Hügelgräber. In der Umgebung von St.Martin/Raab und Minihof-Liebau können die Grabhügel im Wald zwischen Gritsch und Doiber, der schöne Einzelhügel an der Straße von St.Martin nach Oberdrosen und das beschilderte Hügelgräberfeld von Rax bei Jennersdorf besichtigt werden. Aus Unverständnis wurden früher sehr viele Hügel eingeebnet, dienten Bauzwecken oder wurden von Schatzgräbern meist erfolglos angegraben. Heute stehen Sie unter strengem Denkmalschutz.

Die Brandbestattung unter Grabhügeln war die vorherrschende Bestattungsform in den Provinzen Noricum und Pannonien während der Älteren Römischen Kaiserzeit (Mitte des 1. bis Anfang des 3. Jh.). Die Toten wurden mit Kleidung und Schmuck, Speise- und Trankbeigaben auf dem Scheiterhaufen verbrannt und dann beigesetzt. Die Einbauten waren sehr vielfältig - von einfachen Brandschüttungs- und Urnengräbern über Steinpackungen, Steinkammern und -kisten aus Steinplatten, bis hin zu aufwendig gebauten Grabkammern mit Freskenschmuck.

Durch Ausgrabungen wissen wir schon sehr viel über Bestattungsbräuche, Grabformen und die Tracht der Verstorbenen, wir kennen aber kaum die Häuser und Dörfer der damaligen Zeit. Ursache dafür ist vermutlich einerseits, dass die Häuser im waldreichen südlichen Burgenland wohl hauptsächlich aus Holz gebaut waren, andererseits liegt der römische Siedlungshorizont durch die Anschwemmungen von Lafnitz und Raab heute tief unter der Erdoberfläche. Auch deshalb sind die Funde in St. Martin/Raab so wertvoll: Mit den knapp unter der Ackeroberfläche liegenden Grundmauern eines römischen Gebäudes fand man hier nicht nur die Grabhügel, sondern auch die dazu gehörigen Siedlungsbauten!

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 bis 16.00 Uhr oder gegen tel. Voranmeldung im Gemeindeamt.
Römermuseum St. Martin an der Raab | Hauptplatz 7, Gemeindeamt | A-8383 Marktgemeinde St. Martin/Raab | Tel.: +43 (0) 3329 45366 | Fax: +43 (0) 3329 46366 | Jetzt Anfragen | www.sankt-martin-raab.at

  • Römermuseum "Römische Begegnungen" St. Martin an der Raab im Südburgenland / Burgenland
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