Kunst & Kultur in Wien
Wenn man durch die zierlichen, von historischen Bauten dominierten Straßen der Innenstadt zieht, so ahnt man schon, dass Wien eine Bühne der Künste und der erhobenen Kultur im Laufe der Jahrhunderte gewesen ist, jedoch braucht man in die ästhetische Eklektik des pulsierenden Kulturlebens einzutauchen, um sich wirklich von der lebendigen Schönheit der Weltkulturmetropole überwältigen können zu lassen.
Museen Galerien
Seit geraumer Zeit ist Wien ein Publikumsmagnet für die Liebhaber der bildenden Künste. Dauerausstellungen und gastrolierende Sammlungen verwöhnen den feinen Geschmack mit Werken der Alten Meister, romantischen und klassischen Malern, Meisterwerke des Impressionismus, der abstrakten Kunst oder der zeitgenössichen Schöpfung.
Albertina
Das erlesene Angebot wird durch die Albertina dominiert. Ab den 23.03 wird eine Neuaufstellung der Bestände präsentiert- ,,Monet bis Picasso’’, die der Periode der klassischen Moderne gewidmet ist und Werke von Meister der Pinsel wie Dega, Modigliani, Toulouse-Lautrec oder Cezanne vorstellt. Dann ab den 20.06 wird eine andere Dauerausstellung nachsetzen- "Künstlerräume - Raumkünstler" , die sich der Gegenwartskunst widmet. Auch die Graphische Sammlung der Albertina verwundert mit ihrem Umfang und mit Arbeiten von da Vinci, Michelangelo, Rembrandt oder Klimt und Warhol. Als Gastausstellung wird bis 29.05 ,,Der Blaue Reiter’’ präsentiert, die sich mit dem abstraktionistischen Kreis rund um Kandinsky auseinandersetzt. Kommende Ausstellungen wie diese von René Magritte und Gustav Klimt werden freilich Wellen der Begeisterung in der Kunstwelt auslösen.
Kunsthistorisches Museum
Als ein der bedeutendsten Kunstmuseen weltweit bewahrt das Kunsthistorische Museum ein reicher Bestand an Kunst, die das menschliche Streben nach Schönheit durch die Jahrhunderte wiederspiegelt. Hinter der in italienischer Renaissance gehaltener Fassade wurden 1891 erstmals die Kunstschätze des Habsburger Hauses unter einem Dach gestellt. Seitdem sind die umfangreichen Sammlungen wie die Der Alten Meister , die mit Schwerpunkten auf der Venezianischen Schule des 16. Jh. (Tizian, Veronese, Tintoretto), die flämische Malerei des 17. Jh. (Rubens, van Dyck), altdeutsche Malerei (Albrecht Dürer, Lucas Cranach) sowie Meisterwerke von Vermeer, Rembrandt, Raffael, Caravaggio oder Bruegel d. Ä., sowie die Ägyptisch-Orientalische Sammlung, die Antikensammlung, die Kunstkammer oder das Münzkabinett in der prunkvollen Ambiente des Hauses zur Besichtigung zugänglich. Dazu wird das Angebot durch vielen anspruchsvollen Gastausstellungen ergänzt.
Das Museums Quartier
Der einzigartige Komplex hat seit seiner Eröffnung in 2001 Millionen von Menschen mit seinem völlig der Kunst und Kultur gewidmeten Programm angezogen. Dieser Kunstraum verfügt über neun Museen, viele Ausstellungsräume, Ateliers, Cafés, ein interaktiver Innenhof ist ein Treffpunkt von darstellender Kunst, Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur, bis hin zu Digitaler Kultur. Diese Vielfalt entfaltet sich inmitten einer Avantgarden Philosophie, die durch das Zusammenspiel der Künste und Ideen die Grenzen des Schaffens und der Realität neu zu definieren versucht.
Andere Zentren der Umgang mit Kunst, Kultur, Wissenschaft und Geschichte sind das Naturhistorische Museum, die Kunsthalle Wien, das Theatermuseum, das Uhrenmuseum, das Filmmusseum , das Völkerkundemuseum oder das Phantasten Museum.
Klassik, Oper und Operette
Die Interpretationen des heimischen Erbes von Mozart, Haydn, Strauß, Schubert, Beethoven, Mahler als andere Größen der klassischen Musik verzaubert jährlich Millionen von Zuschauern auf die Bühnen der Stadt. Das Musikverein und das Wiener Konzerthaus als auch viele andere kleineren Bühnen führen ein vortreffliches Programm an Konzerten klassischer Musik vor. Die Staatsoper, die Volksoper und das Theater an der Wien dominieren das Angebot an geschmacksvoll inszenierten und exzellent präsentierten Meisterwerke der Opern- und Operettenkunst.
Theater
In Wien wird ein reges und vielfältiges Theaterleben geführt. Im traditionsreichen Burgtheater werden große Werke der Antike, Renaissance und der klassischen Moderne auf eine anspruchsvolle Weise präsentiert und somit steht das Haus im Zentrum des theatralischen Geschehens in Europa. Das Programm des Volkstheaters veranschaulicht das progressive Denken der zeitgenössischen Theatralen und bietet eine Bühne für gewagte Interpretationen der Klassiker als auch für erstklassige moderne Stücke, die durch gesellschaftskritische Stellungnahme die Position der Identität zu begreifen versuchen. Auch das Theater in der Josephstadt, das Akademietheater, das English Theatre als auch eine Vielzahl von kleineren Theaterhäusern versprechen ein tiefes und unterhaltsames Eintauchen in die Welt-als-ob.
Literatur
Wie auch bei allen anderen Kunstarten ist Literatur in Wien stark vertreten und hat hervorragende Meister der Feder wie Hugo von Hofmannsthal, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek oder Elias Canetti hervorgebracht und beheimatet. Alle Werke der österreichischen Literatur als auch ein enormer Bestand an internationalen Ausgaben werden in der Nationalbibliothek in der Hofburg bewahrt. In dem fabelhaften Ambiente der Nationalbibliothek wird der Berührung mit Literatur ein besonders feiner und erhobener Hauch verliehen, der beim Lesen oder bei einer Führung zu erleben ist. Die Anlaufstelle für Gegenwartsliteratur ist das Literaturhaus Wien, das nicht nur als Bibliothek und Archiv fungiert, sondern auch eine Bühne für Autorinnen bietet, die ihr Schaffen in den Rahmen der neusten Zeiten zu positionieren versuchen. Auch die reizvolle Cafehausliteratenkultur wird immer noch in kleinen Wiener Cafés gepflegt und gelebt.
Die Galerie als Fortsetzung der Kunst mit anderen Mitteln.
Die Galerie Atrium ed Arte wurde 1996 als Verein gegründet. Es werden pro Jahr 4-6 Ausstellungen zeitgenössischer Kunst veranstaltet, in deren Rahmen jeweils Lesungen, Konzerte oder Events stattfinden. Arbeiten internationaler zeitgenössischer KünstlerInnen werden zu Literatur und musikalischen Beiträgen in Beziehung gesetzt und durch Performances und Kunstgespräche die bildende Kunst dem Besucher nähergebracht. Silvia Maria Grossmann leitet die Galerie und ist verantwortlich für das Galerieprogramm.
Die Galerie wurde 2001, 2003 und 2006 mit einem Preis des «Engagierten Auges» der Stadt Wien ausgezeichnet.
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