Urlaub im Lechtal
Eine Entdeckungsreise in unberührte Landschaft
Das Tiroler Lechtal erstreckt sich von Forchach bis Steeg. Durch seine eindrucksvollen Naturbesonderheiten zählt das Tiroler Lechtal zu den schönsten und urtümlichsten Landschaftsräumen der Alpen. Das besondere Erlebnis in der Region Lechtal ist der 41 km² große Naturpark. Eine Vielzahl von seltenen Tier- und Pflanzenarten lebt dort und macht das Tal einmalig und schützenswert.
Mit dem Rad durch das Lechtal
Zwischen Steeg und Forchach führt der Lechtaler Radwanderweg am Lech entlang. Schotter- und Asphaltwege bilden einfach zu befahrende Strecken, auf denen man fast immer in direkter Nähe zum Lech fährt. Trotz der großen Distanz legt man auf dieser Strecke keine 300 Höhenmeter zurück, daher ist sie besonders für Familien sehr geeignet.
DIE Freizeitaktivität im Sommer ist Wandern und Bergsteigen.
Die Berge der Lechtaler und Allgäuer Alpen sind an Schönheit nicht zu überbieten. Herrliche Wanderwege auf allen Schwierigkeitsstufen und einladende Almen ziehen Naturbegeisterte in ihren Bann. Ein eigener Klettergarten in Bach, im Bereich der Hermann und Barth-Hütte, bietet jede Menge Abwechslung. Kinder zwischen 10 und 14 Jahre können sich im einmaligen Kreativ-Erlebniscamp Elbigenalp austoben.
Runter Zum Fluss
Der Lech, der letzte Wildfluss der Nordalpen, bahnt sich seinen Weg von Vorarlberg durch Tirol bis über die deutsche Grenze nach Füssen. Gänzlich unberührt sucht er sich seinen Weg und prägt Land und Leute – auf dem Lechweg ist es möglich den Fluss auf seiner Reise von der Quelle bis zum Lechfall in Füssen begleiten.
Einem ganzen Tal hat der junge Wildfluss Lech seinen Namen gegeben und für eben dieses Tal ist der Fluss nicht nur Markenzeichen sondern auch Lebensgrundlage. Doch in der langen Geschichte des Tales war es nicht immer leicht an den Ufern eines Wildflusses zu leben. Nicht selten waren Hab und Gut der Lechtaler Bevölkerung durch die Tücken des Flusses bedroht. Die Ernte der Bergbauern aber auch das Überleben des Viehs stand auf dem Spiel. Immer wieder hatte man mit Hochwasser, Muren und Lawinen zu kämpfen.
Eine mythische Gestalt steht sinnbildlich für den Lech und auch für die Gefahren, die er in der Vergangenheit bereithielt – der Bluatschink. Er ist ein blutrünstiger Wassergeist, der nach Belieben Menschen frisst, die es wagen sich dem Fluss, seiner Heimstatt, zu nähern. Zu befürchten hat man nichts vom Lech, den Bluatschink kennt dennoch jedes Kind und jeder Erwachsene in der Umgebung.
Durch die gleichnamige Band um den Liedermacher Toni Knittel hat der Bluatschink noch dazu an Bedeutung gewonnen. Durch seine Lieder wird erkenntlich, dass man nicht nur die Menschen vor dem Fluss sondern auch den Fluss vor den Menschen schützen muss. Ungestüm, wild und einzigartig kann der Lech nämlich nur dann bleiben, wenn man auf Verbauungen und Wasserkraftwerke weiterhin verzichtet.
Die Botschaft der Lieder ist auf jeden Fall angekommen. Das Lechtal nennt sich nun seit dem Jahr 2000 NATURA 2000 und seit 2004 Naturparkregion Tiroler Lech.
Der Naturpark in seiner ganzen Artenvielfalt
Die weiten und ungestörten Schotterbänke des Lechs aber auch die lehmigen Stillgewässer und Tümpel, die von Totholz und Gestrüpp umgeben sind, bilden den idealen Lebensraum für zahlreiche Vogel und Pflanzenarten. Seltene Sumpf- und Wasservögel nisten hier ungestört neben heimischen Singvögeln. Die inneralpine Flusslandschaft des Lechs ist so vielfältig, dass durch die enge Verzahnung von unterschiedlichen Biotopen und Lebensräumen eine erstaunliche Artenfülle und Naturvielfalt möglich ist. Die Flora ist mit mindestens 1160 nachgewiesenen Blütenpflanzen unvergleichbar.
An Einzigartigkeit und Schönheit kaum zu übertreffen ist ein Blumenwunder das sich jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Juni im Kiefernwald der Martinau ereignet. Der gelbe Frauenschuh öffnet zu dieser Zeit seine Blüten. Rund 6.000 Orchideen-Pflanzen bedecken dann den Waldboden und verwandeln diesen in ein rötlich-gelbes Blumenmeer. Möglich macht dieses Schauspiel die Symbiose der Orchidee mit einem speziellen Wurzelpilz, ohne den der Frauenschuh nicht überleben könnte.
Doch im Lechtal wachsen die Pflanzen nicht nur um bewundert und bestaunt zu werden. Alles was die Natur in diesem Gebiet zu verschenken hat wird weiterverarbeitet. Das Gras zu Heu und Futter für das Vieh, die Milch zu Käse und die Kräuter zu Schnäpsen, Salben und Heiltoniken. Zeugnis davon liefert der Heilkräutergarten von Josef Wildanger oberhalb von Steeg. Die Lebensgeister, die den Kräutern und Pflanzen innewohnen werden hier destilliert und in Flaschen und Tuben umgefüllt, so dass auch zu Hause noch die Kraft der Natur für sich genutzt werden kann.
Kunstschatzfundus Lechtal
Die Kraft und das Ungestüm des Lechs kann man sich aber auch auf ganz andere Art und Weise zu Nutzen machen. In dem man all die Energie kanalisiert und sie in etwas verwandelt, dass der Nachwelt erhalten bleibt – in wertvolle Kunstschätze.
Die Schnitzschule Elbigenalp versteht sich seit 1983 als Lehranstalt für junge Künstler und Künstlerinnen, die das Material, das Ihnen das Tal, der Fluss und die Berge zur Verfügung stellen formen und bearbeiten. Johann Anton Falger, gründete die damalige Zeichenschule die dann zu einer Schule für Stuckateure wurde und heute weit über die Grenzen des Lechtals und auch weit über die Grenzen Tirols und Österreichs bekannt ist.
Auch die bekannteste und schillerndste Frauenfigur aus dem Tiroler Lechtal, bekannt durch einen Roman aus der Feder der Autorin Wilhelmine von Hillern, war Malerin: Anna Stainer Knittel, besser bekannt unter dem Namen Geierwally. Die echte Geierwally hat mit der Romanfigur jedoch kaum etwas gemeinsam. Dennoch, auch der Vorarlberger Dramenautor Felix Mitterer hat sich der Geschichte der Geierwally angenommen und eigens für die Geierwally Freilichtbühne in der Bernhardstalschlucht in Elbigenalp ein Theaterstück geschrieben.
Der Lechweg – Stationen einer Sinnes-Wanderung
Elf Stationen machen den Lechweg zu einer eindrucksvollen Sinneswanderung, die Tradition, Land, Leute, Natur und Flusslandschaft zu einem Ganzen verbindet.
Das Lechquellgebiet nahe Zug in Vorarlberg, in unmittelbarer Nähe zum auf 1.789 Meter Seehöhe gelegenen Formarinsee, ist jener Ort, an dem der Lech erstmals entdeckt werden kann. Er hat längst noch nicht die Kraft, die er weiter unten im Tal erreichen wird. Zaghaft scheint der junge Lech hier noch, ruhig tastet er sich bis nach Lech am Arlberg und Warth vor. Hier beginnt jedoch sein Weg ungestümer zu werden und in Steeg ist er schon so, wie ihn die Lechtaler kennen – ein Wildfluss.
Und hier in Steeg wartet nach dem Formarin- und dem Spulersee auch schon die zweite Station – die Käserei der Familie Sojer. Nur frische und gute Bergmilch wird hier verwendet, um den preisgekrönten Käse der Region herzustellen und das schmeckt man sowohl in der Milch als auch im Käse und dem Joghurt der Käserei.
Ebenfalls in Steeg stattet man der Pflanzen und Kräuterschule von Josef und Theresia Wildanger einen Besuch ab, um einen Kräuterschnaps zu erstehen, der kräftigend und wohltuend auf den Körper wirkt. Weiter führt die Wanderung am Ufer des Lechs, vorbei an Holzgau und Bach, nach Elbigenalp, um hier sowohl der Geierwally Freilichtbühne als auch der Schnitzschule Elbigenalp einen Besuch abzustatten. Die nächste Station ist ein kurioses Naturphänomen im Weiler von Luxnach, der Tuoser Wasserfall. Merkwürdigerweise versiegt das Wasser einmal im Jahr am 11. November zu Martini und tritt erst wieder zu Georgi (23. April) aus dem Berg. Wild schäumend tritt hier der "Tuoserbach" aus einer Felsgrotte und wälzt sich in die Tiefe, wo er früher eine Mühle antrieb. Den Lechauen in Martinau sollte man aber am besten zwischen Mitte Mai und Mitte Juni einen Besuch abstatten, denn dann kann der gelb-rötliche Frauenschuh in seiner Blüte betrachtet werden.
Einen einmaligen Aussichtspunkt stellt in Forchach die Lech-Hängebrücke dar, auf der der Wildfluss aus vollkommen anderer Perspektive betrachtet werden kann. Da das turbulente Leben an den Wildbächen und Wildflüssen Europas der bevorzugte Lebensraum allerlei seltener Vogelarten ist, ist der Vogelbeobachtungsturm und Lehrpfad in Pflach nicht nur ein Muss für Ornithologen.
Ein Schritt nach dem anderen führt den Wanderer im Lechtal von einer Naturschönheit zur nächsten. Es ist kaum möglich all das aufzuzählen, was einem in diesem Tal erwartet. Der Lechwanderweg ist jedoch nur eine von vielen Möglichkeiten das Land und seine Menschen kennen zu lernen.
Eine Welt zum Wandern und Wohlfühlen
Gipfelwanderungen, Almwanderungen und Kletterpartien – auch aus der Vogelperspektive ist das Lechtal unvergleichlich schön.
Hohes Licht (2651), Faulewandspitze (2480), Drei Jungfrauenspitze (2452), Ochsenkopf (2405), Sonnenkogel (2204) – die kreativen Namen lassen erahnen wie eindrucksvoll die Aussicht auf diesen Gipfeln sein muss. Murmeltiere, Steinbock- und Gämsen- Kolonien sowie seltene Greifvögel begleiten die Wanderer bei ihren Streifzügen durch die Hochgebirgslandschaft.
Doch das Lechtal ist auch bekannt für seine zahlreichen bewirtschafteten Almen. Nach ausgedehnten Wanderungen sollte der Wanderer sich hier bei einer zünftigen Jause wieder für den Abstieg wappnen. Die Almwanderungen eignen sich besonders gut für Familienausflüge. Sie dienen darüber hinaus aber auch als Ausgangs- und Rastpunkt für ausgedehnte Gipfelwanderungen.
Auch an die zahlreichen Radfahrer und Mountainbiker wurde in der Ferienregion Naturpark Lechtal gedacht. Damit man auch wirklich nicht vom Weg abkommt, gibt es die Lechtal Radkarte, auf der natürlich auch die schnellsten und einfachsten Wege zur nächsten bewirtschafteten Alm verzeichnet sind. Diese enthält noch dazu einen überschaubaren Plan mit allen im Lechtal befahrbaren Strecken inklusive zahlreicher Hinweise zum „Fair-Biking“.
Klettersteige und Sportklettergärten
Die neuen Trendsportarten Sport-Klettern, Alpin-Klettern und Klettersteigwanderungen haben im Lechtal Einzug gehalten. Der Klettergarten in Kraichen ist ein Beispiel für die modernen sportlichen Aktivitäten, denen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene nachgehen können.
Fun-Sportarten für Jung und Alt
Ein spektakulärer Wildfluss und mächtige Berge – natürlich geht man im Lechtal auch zahlreichen Fun-Sportarten nach bei dem das Adrenalin fließt. Die beliebtesten Fun-Sportarten im Lechtal heißen Rafting, Canyoning und Paragliding.
Die Canyoning und Raftingschule finden Sie in Häselgehr – eine Paragliding-Schule ist in Bach ansässig. Rafting und Canyoning ist ein Spaß für die ganze Familie. Beim Rafting im Lechtal amüsiert man sich entweder auf leichteren Strecken an ruhigeren und weitläufigeren Stellen des Lechs – doch auch anspruchsvolle Touren werden hier immer wieder befahren. Natürlich immer in der Begleitung eines erfahrenen Bootführers. Doch auch die beliebten Canyoning Touren fordern das Können und den Mut unserer Besucher, denn hier geht es kletternd und schwimmend durch schroffe Flusslandschaften an Seitenarmen des Lechs.
Paraglide-Flüge werden im Lechtal auch dann angeboten, wenn man noch keine Flugerfahrung hat –selbstverständlich nur Tandemflüge (zusammen mit einem erfahrenen Paraglide-Lehrer). Sollte man allein einen Flug wagen wollen, kann man sich erst die Fähigkeiten in der Paraglide Schule in Bach aneignen. Kurse werden hier mit Fluglizenzprüfung angeboten.
Vierzehn Gemeinden die allesamt einen ganz besonderen Charme versprühen
Nicht allein die spektakuläre Umgebung und die zahlreichen Aktivitäten denen man im Lechtal nachgehen kann, locken immer wieder Gäste in unsere Gemeinden, auch ein vielfältiges kulturelles Angebot lädt dazu ein, in unserer Region zu verweilen. Tradition und Brauchtum sind den Bewohnern unserer Gemeinden ein Herzensanliegen.
Einmalige Attraktionen wie das Bergheumuseum bei der Jöchelspitze, traditionelle Heimatabende, die Lechtaler Trachtenvereine oder unsere Musikkapellen, sind feste kulturelle Bestandteile.
Mit der Lechtal Aktiv Card ist es beispielsweise möglich unseren Wanderbus in Anspruch zu nehmen, der Sie und Ihr Gepäck zuverlässig von Weißenbach bis nach Lech transportiert. Gramais, Bschlabs/Boden, Hinterhornbach und Namlos werden von den Bussen angesteuert. Zusätzlich ist es möglich mit der Lechtal Aktiv Card alle Bahnen des Lechtals von Juni bis Oktober zu benutzen: Die Lechtaler Bergbahn in Bach, Steffisalpe in Warth, darüber hinaus die Rüffikopfbahn, die Oberlechbahn und die Schlegelkopfbahn in Lech. Dieses Angebot richtet sich vor allem an die vielen interessierten Wanderer in unserer Region. Noch dazu können zahlreiche Bäder im Lechtal mit der Lechtal Aktiv Card günstiger besucht werden.
Besuchen Sie die Freibäder in Bach/Elbigenalp und Häselgehr oder den Naturbadeteich in Vorderhornbach um nur einen Euro. Im Hallenbad Aqua Nova Steeg erhalten Sie mit der Lechtal Aktiv Card sogar 25% Ermäßigung bei Ihrem Eintritt.
Die attraktive Lechtal Aktiv Card erhalten Sie in allen Tourismusverbänden im Lechtal oder bei Ihrem Vermieter.
Land und Leute
Die Geierwally Freilichtbühne ist ein Stück Kultur auf das die Lechtaler besonders stolz sind – die Schauspieler sind allesamt Laiendarsteller, richtige Lechtaler, die sich mit den Geschichten identifizieren können und ihre Identität leben.
So ungestüm und eigenwillig wie der Fluss, so sind auch die Bewohner des Tales – und tatsächlich haben die Lechtaler erst lernen müssen im Einklang mit dem jungen Wilden zu leben, an dessen Ufern sie sich ihr Leben eingerichtet haben. Neben Schauspielern, Kräuterhexen, Bergbauern, Liedermachern, Malern, Stuckateuren, Blumenliebhabern, Lehrern und vielem anderen sind sie auch immer Lechtaler. Wenn einem also der Sinn danach steht sowohl Land als auch Leute kennen zu lernen und alle Besonderheiten dieses Tales zu erleben, so sollte man am besten an der Quelle seine Reise beginnen und sich wandernd bis an den Lechfall in Füssen begeben.
Tourismusverband Lechtal Tourismus
A-6652 Elbigenalp 55 b
Telefon: +43/5634/5315
Fax: +43/5634/5316
info(at)lechtal.at
www.lechtal.at
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